Überholende Kausalität

Bedeutung in der gesetzlichen Unfallversicherung
 
Wenn während des Leistungsfalls der Krankenversicherung (z. B . stationäre Behandlung wegen eines allgemeinen Krankheitsleidens) ein Arbeitsunfall eintritt, wird die Leistungspflicht der Krankenkasse nicht verdrängt. Im umgekehrten Fall gilt der Nachrang der gesetzlichen Krankenversicherung (siehe unten).

BSG, Urteil vom 26. 10. 1998 - B 2 U 34/ 97 R

 

"...Die bereits aufgrund unfallunabhängiger Krankheiten bestehende Krankenhausbehandlungsbedürftigkeit wurde auch nicht durch die Folgen des Unfalls im Wege einer sog "überholenden Kausalität" (vgl dazu BSGE 63, 277, 280 = SozR 2200 § 548 Nr 91; Brackmann, Handbuch der Sozialversicherung, 11. Aufl, S 480 d, e) verdrängt.
Es berührt die einmal eingetretene Zuständigkeit der Krankenkasse für die Erbringung der Sachleistung Krankenhausbehandlung insoweit nicht, wenn infolge eines späteren Unfallereignisses wegen dessen Folgen ebenfalls stationäre Behandlungsbedürftigkeit gegeben ist, so daß die nur als einheitliche Leistung zu gewährende Krankenhausbehandlung auch vom Unfallversicherungsträger zu erbringen wäre.
Ein Vorrang der Leistungspflicht der Unfallversicherungsträger ist für solche Fälle nicht vorgesehen.
..."

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