Agoraphobie


Bedeutung in der gesetzlichen Unfallversicherung
ICD 10 - Diagnose-Kriterien
               
F40   Phobische Störungen
Eine Gruppe von Störungen, bei der Angst ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, daß die phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit Depression auf. Ob zwei Diagnosen, phobische Störung und depressive Episode, erforderlich sind, richtet sich nach dem zeitlichen Verlauf beider Zustandsbilder und nach therapeutischen Erwägungen zum Zeitpunkt der Konsultation.
F40.0   Agoraphobie
    Eine relativ gut definierte Gruppe von Phobien, mit Befürchtungen, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein, alleine mit Bahn, Bus oder Flugzeug zu reisen. Eine Panikstörung kommt als häufiges Merkmal bei gegenwärtigen oder zurückliegenden Episoden vor. Depressive und zwanghafte Symptome sowie soziale Phobien sind als zusätzliche Merkmale gleichfalls häufig vorhanden. Die Vermeidung der phobischen Situation steht oft im Vordergrund, und einige Agoraphobiker erleben nur wenig Angst, da sie die phobischen Situationen meiden können.
 

 

 

 

 

 

ICD 11 - Definition

https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http://id.who.int/icd/entity/530592394


Foundation Id : http://id.who.int/icd/entity/530592394
6B02 Agoraphobia
Parent
 
Description
Agoraphobia is characterized by marked and excessive fear or anxiety that occurs in response to multiple situations where escape might be difficult or help might not be available, such as using public transportation, being in crowds, being outside the home alone (e.g., in shops, theatres, standing in line). The individual is consistently anxious about these situations due to a fear of specific negative outcomes (e.g., panic attacks, other incapacitating or embarrassing physical symptoms). The situations are actively avoided, entered only under specific circumstances such as in the presence of a trusted companion, or endured with intense fear or anxiety. The symptoms persist for least several months, and are sufficiently severe to result in significant distress or significant impairment in personal, family, social, educational, occupational, or other important areas of functioning.

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