Posttraumatische Belastungsstörung

Posttraumatische Belastungsstörung


in der gesetzlichen Unfallversicherung    

Von welchem Diagnosemanual soll der vom ermittelnden UV-Träger beauftragte Gutachter ausgehen? Welches gilt als aktuell und allgemein anerkannt? Dies sind Fragen, die sich - so meine Meinung - noch in der Diskussion befinden. 

Einige Gedanken:

Kränkung vs nicht zu unterdrückende sich aufdrängende Erinnerung an das belastende Ereignis

Die Reaktion auf infolge des belastenden Ereignisses eintretende Geschehen wie

  • als mangelhaft empfundene Anteilnahme oder Unterstützung durch den Arbeitgeber oder
  • eine kritische Befragung durch die Staatsanwaltschaft,
  • Konflikte mit Kollegen oder später in der partnerschaftlichen Beziehung,
  • die als unzureichend oder frustrierend empfundene Auseinandersetzung mit dem Schädiger, den Versicherungen oder vor Gericht um Wiedergutmachung und Genugtuung

ist von der PTBS abzugrenzen. Die erlittenen Kränkungen und Enttäuschungen können mit zur Chronifizierung und Aggravation beitragen.

 

Objektiv begründete Befürchtungen vs Angst

Das gleiche gilt für die Furcht vor einer objektiv gefahrenträchtigen Situation (Arbeit auf dem Dach/ in großer Höhe/an einer Maschine/Nachtschicht in Tankstelle oder Spielhalle) oder der Angst, ein Geschehen (Unfall, Gewalterleben, Tod/Verlust/schwere Verletzung eines nahestehenden Menschen) könne sich wiederholen, und dem intrusiven dissoziativen Wiedererleben der Traumasituation.