Arbeitsassistenz

Bedeutung in der Sozialversicherung

Aus den Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) für die Erbringung finanzieller Leistungen zur Arbeitsassistenz schwerbehinderter Menschen gemäß § 102 Abs. 4 SGB IX:

"§ 102 Abs. 4 SGB IX und § 17 Abs. 1 a  SchwbAV geben schwerbehinderten Menschen einen Rechtsanspruch gegen das Integrationsamt auf Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz. Arbeitsassistenz ist die über gelegentliche Handreichungen hinausgehende, zeitlich wie tätigkeitsbezogen regelmäßig wiederkehrende Unterstützung von schwerbehinderten Menschen bei der Arbeitsausführung in Form einer von ihnen beauftragten persönlichen Arbeitsplatzassistenz im Rahmen der Erlangung oder Erhaltungeines Arbeitsplatzes auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie beinhaltet insbesondere Hilfstätigkeiten bei der Erbringung der vom schwerbehinderten Menschen arbeitsvertraglich / dienstrechtlich geschuldeten Arbeitsleistung. Dazu zählen auch Vorlesekräfte für Blinde und hochgradig Sehbehinderte sowie - bei kontinuierlichem, umfangreicheren Bedarf - der Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern. Gelegentliche bzw. anlassbezogene Gebärdensprachdolmetschereinsätze hingegen werden nach den Empfehlungen zur "Finanzierung der Einsätze von freiberuflichen Gebärdensprachdolmetschern-/dolmetscherinnen im Rahmen des SGB IX" der BIH in der jeweils aktuellen Fassung gefördert."

  Aufsätze: Dahm, ZfS 2007, 138-140

.http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/__102.html

 

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