Herzlich willkommen

Einstiegsseite - joachim skupien

Im Glossar finden Sie Informationen zu leistungsrechtlichen Begriffen der gesetzlichen Unfallversicherung (derzeit etwa 400 Miniseiten). 

100 Fragen, die nach einem Arbeitsunfall  häufig gestellt werden, und Antworten darauf sind hier aufgeführt.

Wie sich die Unfallrente der gesetzlichen Unfallversicherung errechnet können Sie hier mit Ihren individuellen Daten nachvollziehen  (automatische Berechnung - als Beispiel).

Kein Anspruch auf Vollständigkeit! Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass das Layout mehr auf mobile Geräte ausgerichtet ist.

Zum Impressum geht es (auch) hier

 

Außerdem widme ich mich folgenden Themen:

 

Glossar zur gesetzlichen Unfallversicherung

Die Inhalte des Glossars stammen zum großen Teil aus Urteilen der Sozialgerichtsbarkeit.
Trotzdem behalte ich mir natürlich vor, mich zu irren, Fehler zu machen oder zu viel als bekannt vorauszusetzen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass das Layout mehr auf mobile Geräte ausgerichtet ist.
Eine Rechtsberatung kann und will ich nicht leisten.

 

100 Fragen zu Arbeitsunfall und Leistungen

Die Antworten sollen erste orientierende Hinweise geben. Hier steigen Sie also in das Thema ein. Im konkreten Einzelfall beraten die Mitarbeiter des zuständigen UV-Trägers. Die besonderen Regelungen der landwirtschaftlichen gesetzlichen Unfallversicherung und der Unfallversicherung der öffentlichen Hand werden hier nicht berücksichtigt .
Wichtig: Ich kann und will keine Rechtsberatung leisten! Das hier mache ich sozusagen als Freizeitvergnügen.
Weitere Hinweise finden Sie auch im Glossar

 

  1. Ich bin Arbeitnehmer/in. Bei wem bin gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert? Das hängt vom Arbeitgeber ab.  In Frage kommen gewerbliche und  landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften sowie Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (Unfallkassen). Zu den gewerblichen Berufsgenossenschaften und den Unfallkassen

  2. Muss ich mich als Arbeitnehmer/in anmelden  oder muss mich mein Arbeitgeber bei der BG anmelden, damit ich gesetzlich unfallversichert bin?  Nein.  Der Versicherungsschutz besteht bzw. entsteht automatisch. 

  3. Ich bin geringfügig beschäftigt. Bin ich trotzdem gesetzlich unfallversichert?  siehe Glossarbeitrag zum Thema Minijobber

  4. Ich bin selbstständig berufstätig. Was ist da beim Versicherungsschutz zu beachten?  Das hängt von Ihrer Branche, Ihrem rechtlichen Status und dem fachlich zuständigen UV-Träger ab. Lassen Sie sich am besten von ihrem UV-Träger beraten. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet mehr als die Private. siehe Glossarbeitrag zum Thema Private Unfallversicherung - Unterschied zur gesetzlichen Unfallversicherung

  5. Stehen nur abhängig Beschäftigte und satzungsmäßig freiwillig oder pflichtversicherte Unternehmer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung? Nein, siehe Versicherte kraft Gesetzes /Unechte Unfallversicherung

  6. Wer muss dem UV-Träger meinen Arbeitsunfall melden? Der Arbeitgeber mit der  Unfallanzeige 

  7. Leistet der UV-Träger nur auf Antrag? In der Regel gilt das Amtsermittlungsprinzip, bei einigen Leistungen ist ein Antrag  Voraussetzung.

  8. Wie wird der Unfall für den Arbeitsunfall definiert? Was ist ein Arbeitsunfall? siehe Glossarbeitrag Unfall und Arbeitsunfall

  9. Was ist Voraussetzung für eine Berufskrankheit? siehe Berufskrankheit

  10. Was sind die häufigsten angezeigten Berufskrankheiten? Laut BAUA für das Jahr 2015 in absteigender Folge: Hauterkrankungen (BK-Nr. 5101), Lärmschwerhörigkeit (BK-Nr. 2301), Lendenwirbelsäule-Heben  (BK-Nr. 2108), Lungen-/Kehlkopfkrebs Asbest (BK-Nr. 4104), Asbestose (BK-Nr. 4103), Atemwegserkrankungen (BK-Nr. 4301), Infektionskrankheiten (BK-Nr. 3101), Atemwegserkrankungen chemisch-irritativ/toxisch (BK-Nr. 4302), Silikose (BK-Nr. 4101). http://www.baua.de/de/Informationen-fuer-die-Praxis/Statistiken/Arbeitswelt/Arbeitswelt-2015-04.html

  11. Gibt es bereits Leistungen des UV-Trägers, wenn nur die Entstehung einer Berufskrankheit droht? Ja, unter den Voraussetzungen des § 3 BKV https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bkv/gesamt.pdf

  12. Ich habe nach meinem Arbeitsunfall Fragen, nämlich zu einzelnen Leistungen, zum Heilverfahren, wie es mit mir weitergeht. Wer hilft? Die Sachbearbeiter-innen Ihres UV-Trägers. siehe Glossarbeitrag zum Thema Rechtsanspruch auf Beratung

  13. Ich habe einen Telearbeitsplatz. Wo und wann bin ich dort versichert? Solange Telearbeiter im Arbeitszimmer der Privatwohnung ihrer dienstlichen Tätigkeit nachgehen, sind sie unfallversichert. Also nicht versichert: Wenn das Arbeitszimmer verlassen wird,  im Arbeitszimmer private Tätigkeiten verrichtet werden, der Weg in Küche oder das Badezimmer bzw die Toilette, andere Unterbrechungen der Arbeitstätigkeit usw. 

  14. Wo beginnt und endet der gesetzlich unfallversicherte Weg zur Arbeit? Bin ich schon im Treppenhaus meines Wohnhauses versichert? Oder in der Tiefgarage meines Wohnhauses? Der Versicherungsschutz beginnt erst mit Verlassen des Hauses, dem Durchschreiten der Außenhaustür. Siehe Glossarbeitrag zum Thema  Wegeunfall

  15. Bin ich unfallversichert, wenn ich vom direkten Weg von der Wohnung zur Arbeit abweiche, um mir mein Frühstück für die Arbeit zu kaufen oder um zu tanken? Nein. siehe Glossarbeitrag zum Thema Unterbrechung (des Weges von und zur Arbeitsstelle)

  16. Ist nur die kürzeste Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte versichert? Siehe Glossarbeitrag  Wegeunfall    

  17. Am meinem Wegeunfall ist ein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt bzw. schuld. Was bedeuten die Leistungen des UV-Trägers in Bezug auf meine Schadensersatzansprüche? siehe Glossarbeitrag zum Thema Anspruchsübergang

  18. Haftet der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung auch für Sachschäden, also für den Schaden an meinem Auto, der bei dem Wegeunfall entstanden ist? Nein, das ist gesetzlich nicht vorgesehen. Die Entschädigungsansprüche hängen stets von persönlichen Gesundheitsschäden oder dem Tod infolge der Versicherungsfälle ab.

  19. Was ist der Unterschied zwischen einem Wegeunfall und einem versicherten Betriebsweg? Siehe  Betriebsweg

  20. Bin ich auch in der Mittagspause unfallversichert? Das hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Grundsätzlich ist Essen und Trinken während einer Arbeitspause unversichert, denn sie gehören zum privaten, persönlichen Lebensbereich. Die Wege zum und vom Essensplatz sind allerdings versichert. Das gilt sowohl für Wege auf dem Betriebsgelände als auch für Wege außerhalb des Betriebsgeländes. Wege außerhalb des Betriebsgeländes zur Besorgung von Nahrungsmitteln stehen dann unter Versicherungsschutz, wenn der Einkauf dem alsbaldigen Verzehr am Arbeitsplatz und der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit dient. siehe Glossarbeitrag zum Thema Essen und Trinken    Mittagspause   Arbeitspause

  21. Toilettengang, Arbeitspausen, Aufenthalt in der Teeküche...: Sind private Verrichtungen auf der Arbeitstätte versichert? Siehe Antwort 20 und Glossarbeitrag zum Thema Notdurft

  22. Bin ich in der Raucherpause vor dem oder im Betriebsgebäude bzw. auf dem Weg dorthin unfallversichert? Nein.

  23. Wir veranstalten in unserem Unternehmen ein Fußballturnier für fußballbegeisterte Kollegen. Ist das als Betriebssport gesetzlich unfallversichert? Nein, das hat das Bundessozialgericht klargestellt. siehe Fußballturnier

  24. Weihnachtsfeier, Betriebsausflug usw. Bin ich auf einer betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung versichert? Siehe Glossarbeitrag zum Thema Betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung     

  25. Bin ich auch gesetzlich unfallversichert, wenn ein Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften oder mein fahrlässiges Handeln zum Unfall geführt hat? siehe Glossarbeitrag zum Thema Verbotswidriges Handeln 

  26. An meinem Arbeitsunfall oder Wegeunfall ist mein Chef oder ein Kollege schuld. Habe ich Anspruch auf zivilrechtlichen Schadensersatz oder Schmerzensgeld? Bei  Arbeitsunfällen  sind  privatrechtliche  Schadensersatzansprüche  gegen  den  Arbeitgeber  (Unternehmer)  oder  Arbeitskollegen   (andere   im   Betrieb  tätige   Personen)   wegen   Personen- und  Gesundheitsschäden  weitgehend  ausgeschlossen  (§§  104  ff.  SGB  VII).  
    Daher   bestehen   grundsätzlich   nur sozialversicherungsrechtliche Ansprüche  gegen  die  gesetzliche  Unfallversicherung  und  keine  arbeits-  bzw. zivilrechtlichen   Haftungsansprüche gegenüber  dem  Arbeitgeber  oder  Arbeitskollegen. Auf Sonderfälle, z. B. wenn Arbeitnehmer   mehrerer  Arbeitgeber  vorübergehend  Tätigkeiten  auf  einer  gemeinsamen  Betriebsstätte verrichten, (§  106  Abs.  3  3. Alternative  SGB  VII), wird hier nicht eingegangen.

  27. Was ist ein "Durchgangsarzt"? Habe ich freie Arztwahl? siehe Glossarbeitrag zum Thema Durchgangsarzt

  28. Bin ich gesetzlich unfallversichert, wenn ich wegen der berufsgenossenschaftlichen Heilbehandlung, d. h. wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit einen Arzt, ein Krankenhaus oder einen Physiotherapeuten aufsuche? Ja. SIehe Mittelbare Folgen eines Versicherungsfalls

  29. Kann ich mich auch von meinem Hausarzt wegen der Folgen eines Arbeitsunfalls behandeln lassen? siehe Glossarbeitrag zum Thema Hausarzt-Behandlung

  30. Ich bin als Arbeitnehmerin privat krankenversichert. Kann und soll ich mich wegen der Folgen eines Arbeitsunfalls privat behandeln lassen? Auch für privat Krankenversicherte gelten die Regelungen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens. Vorteile für die Versicherten: Kein bürokratischer Aufwand, da die Behandler direkt mit der BG abrechnen und keine Mehrkosten im Sinne eines Selbstbehalts, wie er oft in der privaten Krankenversicherung üblich ist. Melden Sie sich unverzüglich telefonisch bei dem UV-Träger, wenn Ihre Arbeitsunfähigkeit über die Entgeltfortzahlung hinaus dauert. Dann kommen Sie schneller an Ihr Verletztengeld

  31. Ich bin durch den Arbeitsunfall schwer an der Hand verletzt worden. Warum muss ich zu einem spezialisierten Arzt (Handchirurg)? siehe Handchirurgisches Verfahren

  32. Muss ich Zuzahlungen zu Medikamenten leisten, die ich aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit benötige? In der Regel nein, siehe Glossarbeitrag zum Thema Heilmittel

  33. Mir ist bei der Arbeit die Brille von der Nase "geschlagen" worden. Zahlt die BG etwas zur Neuanschaffung dazu? siehe Glossarbeitrag zum Thema Brille

  34. Mir hat ein Werkzeug bei der Arbeit einen Zahn ausgeschlagen. Habe ich ich auch Anspruch auf Zahnersatz gegen den UV-Träger? Ja.

  35. Ich habe während der Arbeit oder auf dem Weg dorthin etwas Schreckliches erlebt ( Raubüberfall, sexueller Übergriff, schwerer Unfall mit Todesgefahr, schwere Verletzung oder Tod eines anderen Menschen, Amoklauf, Terroranschlag...) und fühle mich psychisch krank. Wie hilft der UV-Träger? Wenn der UV-Träger nicht von selbst auf Sie zukommt (z. B. psychologische Beratung anbietet), rufen Sie dort an! Die UV-Träger haben ein Netz von auf Traumabehandlung spezialisierten Psychotherapeuten aufgebaut. Warten Sie nicht weiter!

  36. Ich werde auf Kosten des UV-Trägers stationär behandelt. Muss ich im Krankenhaus einen Eigenanteil bezahlen? Nein. siehe Glossarbeitrag zum Thema Stationäre Behandlung

  37. Die behandelnden Ärzte sagen, ich müsse in ein anderes Krankenhaus zur Weiterbehandlung verlegt werden, weil nur dieses die Zulassung zum (Schwerst-)Verletzungsartenverfahren hat. Was bedeutet das? Der Gesetzgeber verpflichtet die UV-Träger zur optimalen Heilbehandlung. Deshalb ist die an der Verletzungsschwere orientierte Behandlung in zugelassenen Krankenhäusern zwingend. Das dient in erster Linie Ihnen. siehe http://joachim-skupien.de/sav/startseite-sav/

  38. Gibt es so etwas wie eine stationäre Anschlussheilbehandlung auch im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung? siehe Glossarbeitrag zum Thema BGSW

  39. Ich bin berufstätige Mutter und muss wegen eines Arbeitsunfalls ins Krankenhaus. Leistet der UV-Träger Haushaltshilfe für die Versorgung meiner Kinder? Siehe Haushaltshilfe

  40. Ich bin alleinstehend und kann in der Akutphase nach der stationären Versorgung meinen Haushalt vorübergehend nicht allein führen. Kommt dafür eine Leistung des UV-Trägers in Betracht? Siehe Ergänzende Leistungen

  41. Leistet der UV-Träger auch bei der physikalischen Therapie mehr als die gesetzliche Krankenversicherung? siehe EAP  und KSR

  42. Muss ich für zu Lasten des UV-Trägers verordnete Krankengymnastik und Physiotherapie einen Eigenanteil zahlen? Nein, siehe Glossarbeitrag zum Thema Heilmittel

  43. Ich benötige wegen der Folgen des Arbeitsunfalls Hilfsmittel. Muss ich dafür Eigenanteile zahlen? In der Regel nicht. siehe Hilfsmittel

  44. Ich benötige wegen des Arbeitsunfalls orthopädische Schuhe. Was ist dabei zu beachten? Abhängig von der Bedarfsstufe kommen unterschiedliche Ausführungen von nach orthopädischer Maßgabe zugerichteten Schuhen in Betracht. In der Regel wenden Sie sich an Ihren Durchgangsarzt wegen der ärztlichen Verordnung. Unter Umständen werden Sie auch zu einer speziellen Schuhsprechstunde eingeladen. Bei diesen Hilfsmitteln gelten Eigenanteile wegen der Ersparnis der Kosten für gewöhnliche Schuhe. Das ergibt sich aus den Hilfsmittel-Richtlinien der UV-Träger ( zu finden auf den Seiten des DGUV). 

  45. Werden Fahrtkosten zur Heilbehandlung erstattet? In welcher Höhe?

    Der UV-Träger erstattet bei Fahrten (z.B. zum Arzt, zur Physiotherapie, zum Krankenhaus) mit dem PKW 0,20 Euro je Kilometer, höchstens jedoch 130 Euro insgesamt für An- und Abreise. Es wird nur die verkehrsübliche Strecke berücksichtigt.
    Fahrkosten öffentlicher Verkehrsmittel werden für die 2. Klasse erstattet. Einsparmöglichkeiten wie BahnCard oder Monatskarte müssen genutzt werden und können erstattet werden, falls sich dadurch insgesamt niedrigere Fahrtkosten ergeben. Weiteres regeln die Reisekostenrichtlinien der UV-Träger.

  46. Ich kann wegen der akuten Folgen des Arbeitsunfalls nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder meinem Auto zur Heilbehandlung fahren. Werden auch Taxikosten erstattet?

    Taxikosten werden nur mit ärztlicher Notwendigkeitsbescheinigung erstattet. Über die Notwendigkeit entscheidet zunächst der behandelnde Durchgangsarzt bzw. die Sachbearbeitung des UV-Trägers. Nur wegen einer Daumenverletzung werden Sie allerdings nicht auf Kosten der BG Taxi fahren dürfen.

  47. Die Entgeltfortzahlung meines Arbeitgebers läuft nach einem Arbeitsunfall aus. Was muss ich tun? Wenn Sie nicht geringfügig krankenversichert sind, wenden Sie sich an Ihre gesetzliche Krankenkasse. Diese berechnet das Verletztengeld und zahlt es im Auftrag des UV-Trägers aus. Geringfügig Beschäftigte wenden sich am besten direkt an den UV-Träger.

  48. Mein Arbeitgeber verweigert nach einem Arbeitsunfall die Entgeltfortzahlung.  Stehe ich trotz meiner Arbeitsunfähigkeit jetzt ganz ohne Geld da? Nein. Wenden Sie sich an Ihren UV-Träger, falls Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht von sich aus die Gewährung von Verletztengeld prüft. Rufen Sie so früh wie möglich bei der Krankenkasse oder dem UV-Träger an. Wenn der Arbeitgeber zu Unrecht die Entgeltfortzahlung verweigert und der UV-Träger VG erbringt, geht Ihr Anspruch auf EFZ kraft Gesetzes auf den UV-Träger über. siehe Entgeltfortzahlung

  49. Habe ich wegen des Arbeitsunfalls besonderen Kündigungsschutz, wenn ich länger arbeitsunfähig bin?

    Nein.

  50. Ist das Verletztengeld der gesetzlichen Unfallversicherung steuerpflichtig? Nein, siehe Verletztengeld

  51. Was ist das Rehamanagement und was habe ich davon? siehe Glossarbeitrag zum Thema  Rehaberater 

  52. Ich bin krank geschrieben, möchte aber aus eigener Initiative schon wieder an meinen Arbeitsplatz. Bin ich dann unfallversichert?

    Sobald Sie Ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen, sind Sie gesetzlich unfallversichert. Damit endet auch ein etwaiger Verletztengeldanspruch. 

  53. Ich bin noch arbeitsunfähig geschrieben. Mein Durchgangsarzt oder der UV-Träger vereinbaren mit meinem Arbeitgeber eine Belastungserprobung. Was bedeutet das?  Siehe Glossarbeitrag zum Thema Belastungserprobung

  54. Wie hoch ist das Verletztengeld bei Arbeitnehmern?

    Das Verletztengeld beträgt 80% des entgangenen regelmäßigen Brutto-Arbeitsentgelts, darf aber nicht höher sein als das regelmäßige Netto-Arbeitsentgelt. Davon werden noch die Beitragsanteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen. siehe Höhe des Verletztengelds

  55. Der UV-Träger zahlt mir eine Rente als Gesamtvergütung. Was bedeutet das und  was muss ich beachten? siehe Glossarbeitrag zum Thema Gesamtvergütung

  56. Der UV-Träger möchte, dass ich mich in einer Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik vorstelle. Was bedeutet das und  was muss ich beachten?  Der UV-Träger ist gesetzlich verpflichtet, für eine optimale Heilbehandlung zu sorgen. Er bedient sich dabei der besonderen Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie einer BGU. Siehe Glossarbeitrag zum Thema HeilbehandlungBerufsgenossenschaftliche UnfallklinikenMitwirkungspflichten der Versicherten

  57. Der UV-Träger erkennt meinen Sehnenschaden nicht an. Woran kann das liegen? siehe Glossarbeitrag zum Thema Achillessehnenriss Quadrizepssehnenriss  Rotatorenmanschettendefekt     

  58. Gibt es so etwas wie einen Leistungsausschluss für Vorerkrankungen auch in der gesetzlichen Unfallversicherung? Das Thema ist nicht so einfach. Klar ist aber, dass nur Gesundheitsschäden zu entschädigen sind, die der Versicherungsfall objektiv und rechtlich wesentlich verursacht hat. Degenerative Schäden, die zufällig anlässlich eines Arbeitsvorgangs akut werden oder erstmals nach einem "Unfall" erkannt werden, darf die gesetzliche Unfallversicherung nicht entschädigen. siehe Gelegenheitsursache Vorschaden

  59. Was sind die grundsätzlichen Voraussetzungen für einen Versicherungsfall der gesetzlichen Unfallversicherung? siehe Versicherungsfall

  60. Ich höre und lese in meiner Unfallsache immer wieder die  Begriffe Kausalität, Ursachenzusammenhang, objektive Kausalität, haftungsbegründender Zusammenhang usw., gerade bei den medizinischen Fragen. Was ist  das? Die Begriffe hat das Bundessozialgericht vorgegeben und definiert. siehe Kausalzusammenhang  haftungsbegründende Kausalität    Haftungsausfüllende Kausalität

  61. Wer muss eigentlich was beweisen beim Versicherungsfall in der gesetzlichen Unfallversicherung? Siehe Beweislast

  62. Wie lange wird das Verletztengeld gezahlt? siehe Glossarbeitrag zum Thema Ende des Verletztengeldanspruchs

  63. Es sieht so aus, als könnte ich meinen vor dem Arbeitsunfall ausgeübte berufliche Tätigkeit nicht mehr auf Dauer ausüben. Wie lange bekomme ich noch Verletztengeld? siehe Ende des Verletztengeldanspruchs

  64. Wie kann mir mein Arbeitgeber mit dem betrieblichen Eingliederungsmanagement helfen?Das BEM ist Aufgabe des Unternehmers, nicht der Berufsgenossenschaft. Oft gibt es doch noch Möglichkeiten im Betrieb, das Arbeitsverhältnis trotz der gesundheitlichen Einschränkungen zu erhalten, insbesondere durch Umsetzung oder innerbetriebliche Qualifikation. Hier können Sie gemeinsam mit der Rehaberatung der UV und dem Arbeitgeber nach einer Lösung suchen. Siehe auch Erläuterungen des BMAS  http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsschutz/Gesundheit-am-Arbeitsplatz/betriebliches-eingliederungsmanagement.html

  65. Welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind möglich? siehe Glossarbeitrag zum Thema Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

  66. Wie ist mein Lebensunterhalt abgesichert, wenn ich zu Lasten des UV-Trägers umgeschult werde? siehe Übergangsgeld

  67. Nach meinem Arbeitsunfall sind doch Einschränkungen verblieben. Ich habe gehört, dass es eine Rente geben kann. Kann ich davon leben? Was muss ich tun, um die Rente zu bekommen? Wenn eine Rente gezahlt wird, dann meistens nach einer MdE von 20% gezahlt. Siehe Unfallrente berechnen (Beispiel).  Der Rentenanspruch wird vom UV-Träger von Amts wegen geprüft. Sie können aber jederzeit einen formlosen Antrag stellen, auch telefonisch.  siehe Glossarbeitrag zum Thema Rente.

  68. Wann beginnt die Rente der gesetzlichen Unfallversicherung?siehe Rentenbeginn

  69. Wie hoch ist die Rente der gesetzlichen Unfallversicherung? siehe Glossarbeitrag zum Thema Rente und Unfallrente berechnen (Beispiel)

  70. Wonach richtet sich der Jahresarbeitsverdienst? siehe Glossarbeitrag zum Thema Jahresarbeitsverdienst

  71. Wie sorgt der Mindest-Jahresarbeitsverdienst für eine soziale Komponente der Rente? siehe Glossarbeitrag zum Thema Mindestjahresarbeitsverdienst

  72. Ich befand mich zum Zeitpunkt des Versicherungsfalls noch in Schul- oder Berufsausbildung und habe deshalb nichts oder nur wenig verdient. Richtet sich meine Rente auf immer nach dem geringen Verdienst? siehe Glossarbeitrag zum Thema JAV für junge Menschen

  73. Ab welcher Höhe wird der Jahresarbeitsverdienst gekappt? Sobald der in der Satzung des zuständigen UV-Trägers festgelegte Höchstbetrag überschritten wird.

  74. Wie wird die Minderung der Erwerbsfähigkeit ermittelt und wonach richtet sie sich? siehe Glossarbeitrag zum Thema Minderung der Erwerbsfähigkeit

  75. Darf ich mir meinen Gutachter aussuchen? siehe Glossarbeitrag zum Thema Gutachterauswahl

  76. Gibt es MdE-Tabellen für bestimmte Verletzungszustände? siehe Glossarbeitrag zum Thema MdE-Erfahrungswerte

  77. Der UV-Träger lässt mich von Ärzten verschiedener Fachgebiete begutachten. Werden die einzelnen MdE-Sätze zusammenaddiert? Nein, siehe Glossarbeitrag zum Thema Gesamt-MdE

  78. Ich habe mehrere Arbeitsunfälle oder Berufkrankheiten erlitten. Werden deren Folgen zu einer MdE aufaddiert und gemeinsam entschädigt? Nein. Jeder Versicherungsfall wird für sich entschädigt. Siehe Stützrente

  79. Ich habe gehört, dass die MdE bei besonderer beruflicher Betroffenheit erhöht werden kann. Gilt das auch für mich? Wenn Sie einen ganz"normalen" Beruf haben, nein. siehe Glossarbeitrag zum Thema         Besondere berufliche Betroffenheit     und  MdE

  80. Bekommen Schwerverletzte unter bestimmten Voraussetzungen mehr Rente? siehe Glossarbeitrag Rentenerhöhung für Schwerverletzte

  81. Ich bin mit einer Entscheidung des UV-Trägers nicht einverstanden. Was kann ich dagegen tun? siehe Glossarbeitrag zum  Thema Rechtsbehelfsbelehrung und  Widerspruch

  82. ​​​​​Ist die Rente der gesetzlichen Unfallversicherung steuerpflichtig? siehe Glossarbeitrag zum Thema Rente

  83. Ich habe Anspruch auf eine Rente des UV-Trägers. Daneben wird mir eine Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt. Bekomme ich beide Renten in voller Höhe? siehe Glossarbeitrag zum Thema Rentenversicherungsrente neben Unfallrente  Kürzung

  84. Wie lange wird die Rente der gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt? Renten als vorläufige Entschädigung und Renten auf unbestimmte Zeit werden solange gezahlt, wie eine rentenberechtigende Minderung der Erwerbsfähigkeit vorliegt. Also auch nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben!

  85. Was bedeutet Rente als vorläufige Entschädigung und was ist die Rente auf unbestimmte Zeit? siehe Glossarbeitrag zum Thema Rente als vorläufige Entschädigung   Rente auf unbestimmte Zeit

  86. Werden die Renten der gesetzlichen Unfallversicherung jährlich angepasst? siehe Glossarbeitrag zum Thema Anpassung von Geldleistungen

  87. Ich bekomme eine laufende Rente und meine Unfallfolgen sind schlimmer geworden. Wie und wo stelle ich einen "Verschlimmerungsantrag", damit geprüft werden kann, ob mir eine höhere Rente zusteht? Am besten stellen Sie sich bei Ihrem D-Arzt vor, der dann Ihren Wunsch im Bericht an den UV-Träger weitergeben kann

  88. Ich beziehe eine laufende Rente der gesetzlichen Unfallversicherung und brauche eine größere Summe Geld, z. B um ein Haus zu kaufen. Kann die Verletztenrente abgefunden werden? siehe Glossarbeitrag zum Thema Abfindung der Unfallrente

  89. Ich bin wegen der Folgen eines Arbeitsunfall pflegebedürftig. Was leistet der UV-Träger? siehe Glossarbeitrag zum Thema Pflege

  90. Ich bin wegen der Folgen des Versicherungsfalls stark dauerhaft gehbehindert und kann deshalb öffentliche Verkehrsmittel nur schwer oder gar nicht nutzen. Kann mich der UV-Träger bei der Anschaffung oder Umrüstung eines Kraftfahrzeugs finanziell unterstützen? Siehe Kraftfahrzeughilfe

  91. Ich bin aufgrund des Arbeitsunfalls querschnittsgelähmt. Meine Wohnung muss umgebaut werden, damit ich mit Rollstuhl klar komme. Wie hilft mir dabei der UV-Träger? Siehe Wohnungshilfe

  92. Welche Leistungen der sozialen Rehabilitation kommen grundsätzlich im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung in Betracht? siehe Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

  93. Was ist ein "persönliches Budget" ? Siehe Budget

  94. Richtet sich das Pflegegeld der gesetzlichen Unfallversicherung auch nach Stufen wie bei der gesetzlichen Pflegeversicherung? Nein.  siehe Glossarbeitrag zum Thema Pflegegeld

  95. Ich benötige wegen des Arbeitsunfalls Heimpflege. Was ist dabei zu beachten? Siehe Heimpflege und Rentenminderung bei Heimpflege

  96. Mein Mann/ meine Frau ist durch einen Arbeitsunfall/Wegeunfall ums Leben gekommen. Welche Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung kommen in Frage? siehe Glossarbeitrag zum Thema Hinterbliebenenleistungen

  97. Meine ledige Tochter bzw. mein lediger Sohn ist infolge eines Versicherungsfalls der gesetzlichen Unfallversicherung ums Leben gekommen. Zahlt der UV-Träger die Bestattungskosten?  Siehe Sterbegeld

  98. Die durch den Versicherungsfall verstorbene Person hinterlässt Kinder. Wie lange wird Waisenrente gewährt? Siehe Waisenrente

  99. Ich beziehe eine Witwenrente/Witwerrente/Waisenrente der gesetzlichen Unfallversicherung. Wird darauf sonstiges Einkommen, das ich beziehe, angerechnet? Siehe Einkommensanrechnung

  100. Was passiert, wenn ich als Witwen- oder Witwerrentenbezieher-in der gesetzlichen Unfallversicherung wieder heirate? Die Rente wird dann abgefunden. Siehe https://dejure.org/gesetze/SGB_VII/80.html

Unfallrente berechnen (Beispiel)

 

Hier können Sie

die Unfallrente (Verletztenrente)

selbst berechnen.

 

Geben Sie bitte ein:

 

MdE

Jahresarbeitsverdienst (JAV) EUR


Bei dem Beispiel wird ein Unfall im Jahr 2017 eines Erwachsenen

- Rechtskreis West - unterstellt.

Wie berechnet man die Rente für Versicherte der gesetzlichen Unfallversicherung?

(Berechnungsformel)


Die Rente richtet sich nach der

Minderung der Erwerbsfähigkeit

und dem

Jahresarbeitsverdienst - JAV -

§ 56 SGB VII https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__56.html

(JAV-Höchstbetrag)

In den meisten Fällen wird nur eine Teilrente gezahlt.

Berechnungsformel monatliche Teilrente=2/3 x JAV x MdE-Satz geteilt durch 12.

Die Teilrente

nach einer geringeren MdE

(Minderung der Erwerbsfähigkeit)

 

als 100 %


ergibt sich aus dem Verhältnis
der MdE zur


Vollrente (100%).


Die Vollrente beträgt

2 Drittel des JAV.

 

Die rentenberechtigende MdE muss über die 26. Woche nach dem Versicherungsfall hinaus bestanden haben.

Eine laufende Unfallrente wird monatlich gezahlt
und ist am Ende des Monats fällig.

Laufende Renten werden angepasst.

zurück zum Glossar

Fristen berechnen

Pkw-Fahrkosten-

pauschale

(Regelung ab 05.08.2009 (§ 53 Absatz 4 SGB IX) https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/__53.html


Hier können Sie ein Beispiel für eine Reisekostenpauschale (Pkw-Nutzung) rechnen.
Geben Sie bitte ein:

Gefahrene Kilometer Hin- und Rückfahrt zusammen--- km

 

Bei Benutzung eines privaten Pkw für Fahrten zur Heilbehandlung erstattet die gesetzliche Unfallversicherung

ab 05.08.2009 entsprechend § 5 des Bundesreisekostengesetzes 0,20 EURO je gefahrenen Kilometer.

Sie werden voraussichtlich über einen längeren Zeitraum noch regelmäßig zur Heilbehandlung fahren müssen und es fällt Ihnen schwer das vorzufinanzieren? Dann beantragen Sie doch ein persönliches Budget oder einen Vorschuss.

 

siehe Reisekosten

zurück zum Glossar

Geldleistungen berechnen

 

der gesetzlichen Unfallversicherung.

Ohne Gewähr


Unfallrente berechnen (Beispiel)

MdE und JAV eingeben und sofort wissen, wie hoch die monatliche Rente ist.


Witwen- und Witwerrente berechnen (Beispiel)

JAV eingeben und sofort wissen, in welcher Höhe grundsätzlich Witwen- bzw. Witwerrente in Betracht kommt

zurück zum Glossar

Witwen- oder Witwerrente der gesetzlichen UV berechnen (Beispiel)

Hier können Sie das Beispiel berechnen.

Bitte geben Sie den Jahresarbeitsverdienst ein

Jahresarbeitsverdienst (JAV) EUR

Bei dem Beispiel wird ein Unfall im Jahr 2017 im Rechtskreis West unterstellt.

 

Rechtliche Grundlagen im Überblick

Gesetzliche Grundlage § 65 SGB VII

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__65.html

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__65.html

Bis zum Ablauf des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Monats, in dem der Ehegatte verstorben ist, beträgt die Witwer- oder Witwenrente zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes.

 

Wenn danach die Voraussetzungen für die große Witwen- oder Witwerrente erfüllt sind, beträgt diese 40 vH des Jahresarbeitsverdienstes - JAV

 

Voraussetzungen:
a)
Solange Witwen oder Witwer ein waisenrentenberechtigtes Kind erziehen oder für ein Kind sorgen, das wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung Anspruch auf Waisenrente hat oder nur deswegen nicht hat, weil das 27. Lebensjahr vollendet wurde,
b)
wenn Witwen oder Witwer das 47. Lebensjahr vollendet haben oder
c)
solange Witwen oder Witwer erwerbsgemindert, berufs- oder erwerbsunfähig im Sinne des Sechsten Buches sind; Entscheidungen des Trägers der Rentenversicherung über Erwerbsminderung, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit sind für den Unfallversicherungsträger bindend.

 

Ansonsten beträgt die Witwen- oder Witwerrente danach, solange die Voraussetzungen  erfüllt sind, 30 vH des Jahresarbeitsverdienstes - JAV

Achtung: Der Anspruch auf eine Rente nach Absatz 2 Nr. 2 besteht längstens für 24 Kalendermonate nach Ablauf des Monats, in dem der Ehegatte verstorben ist.

zurück zum Glossar