Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 

 

§ 35 SGB VII

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

(1) Die Unfallversicherungsträger erbringen die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach den §§ 33 bis 38a des Neunten Buches sowie in Werkstätten für behinderte Menschen nach den §§ 40 und 41 des Neunten Buches, soweit in den folgenden Absätzen nichts Abweichendes bestimmt ist.

(2) Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben umfassen auch Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung einschließlich der Vorbereitung hierzu oder zur Entwicklung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten vor Beginn der Schulpflicht.

(3) Ist eine von Versicherten angestrebte höherwertige Tätigkeit nach ihrer Leistungsfähigkeit und unter Berücksichtigung ihrer Eignung, Neigung und bisherigen Tätigkeit nicht angemessen, kann eine Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben bis zur Höhe des Aufwandes gefördert werden, der bei einer angemessenen Maßnahme entstehen würde.

(4) Während einer auf Grund eines Gesetzes angeordneten Freiheitsentziehung werden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht, soweit Belange des Vollzugs nicht entgegenstehen.

 

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/_34.html 

Leistungen an Arbeitgeber 

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/_35.html 

Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation 

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/_36.html 

Rechtsstellung der Teilnehmenden 

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/_37.html 

Dauer der Leistungen

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/_38.html 

Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit 

 

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/_38a.html 

Unterstützte Beschäftigung 

LSG BW, Urteil 18.1.2016, L 1 U 4104/14:

"...Die Frage, welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu erbringen sind, richtet sich nach den Erfolgsaussichten, dem Alter des Versicherten und weiteren Umständen, wie sie vom Unfallversicherungsträger zu berücksichtigen sind (BSG, Urteil vom 13.09.2005 - B 2 U 4/04 R = juris RdNr. 42). Kommen bei Vorliegen der Voraussetzungen für einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben dem Grunde nach verschiedene Maßnahmen in Betracht, die gleichermaßen geeignet sind, die Teilhabe des Versicherten am Arbeitsleben zu sichern, hat der Rehabilitationsträger ein Auswahlermessen, welche Maßnahme er gewähren will (BSG, Urteil vom 17.10.2006 - B 5 RJ 15/05 R = SozR 4-2600 § 10 Nr 2; Urteil vom 20.03.2007 - B 2 U 18/05 R = SozR 4-2700 § 35 Nr 1). Dabei ist das Ermessen insbesondere am Gesetzeszweck der dauerhaften beruflichen Eingliederung auszurichten..."

Siehe auch 

Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

Teilhabeleistungen - Wunsch-_und_Wahlrecht

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