Jahresarbeitsverdienst 

Bedeutung für die Entschädigung in der gesetzlichen Unfallversicherung


Der Jahresarbeitsverdienst ist ein Berechnungsfaktor für Geldleistungen ( Versicherten- und Hinterbliebenenrenten, Verletztengeld bei Unternehmern ...).

Als JAV gilt für Arbeitnehmer der Gesamtbetrag der Arbeitsentgelte und des Arbeitseinkommens in den zwölf Kalendermonaten vor dem Versicherungsfall (Regelberechnung - § 82 SGB VII).

Der Mindestbetrag des JAV ist gesetzlich geregelt, der gesetzliche Höchstbetrag wird in der Regel durch die Satzung des UV-Trägers erhöht.

Sonderregelungen gelten z. B. für satzungsmäßig versicherte Unternehmer, Jugendliche, in Ausbildung befindliche Versicherte, Soldaten ...).

Gesetzlicher Rahmen für den Jahresarbeitsverdienst

Grundsatz, Zeitraum, Arbeitnehmer, Selbstständige § 82 Absatz 1 SGB VII

Mindest- und Höchst-JAV § 85 SGB VII

kraft Satzung Versicherte § 83 SGB VII

bei Berufskrankheiten § 84 SGB VII

für Kinder § 86 SGB VII

bei Schul- und Berufsausbildung § 90 Absatz 1SGB VII

Berufsausbildung gerade beendet § 82 Absatz 2 SGB VII

Wehr- und Zivildienst gerade beendet § 82 Absatz 2 SGB VII

jünger als 30 Jahre § 90 Absatz 2 SGB VII

für Beamte § 82 Absatz 4 SGB VII

Erhöhung zugunsten Hinterbliebener § 88 SGB VII

nach billigem Ermessen § 87 SGB VII