Schmerz - Begriffsdefinitionen

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Definition des Schmerzes -International Association for the Study of Pain:

 „Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder potenzieller Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache." 

Akuter und chronischer Schmerz

Akute Schmerzen haben eine Schutz- und Warnfunktion. Durch Erscheinungsform und Lokalisation geben sie einen Hinweis auf die Krankheits- oder Verletzungsursache. Deshalb führt gezielte Behandlung der Ursache zum Nachlassen und Verschwinden der Schmerzen. Für die Zeitdauer akuter Schmerzen gibt es Erfahrungswerte.

Chronischer Schmerz überdauert diesen zu erwartenden Zeitraum, in dem normalerweise eine Heilung stattfindet. Für das Überdauern der Schmerzen kann es mehrere ursächliche und anhaltende Faktoren geben; es kommen somatische, psychische und soziale Faktoren in Frage.

Leitlinie Chronischer Schmerz http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-036.html

Schmerzgedächtnis

Bei meinen Recherchen habe ich keine überzeugenden Quellen gefunden, die diesen Begriff wissenschaftlich bzw. biologisch erklären. Aber viele trivialwissenschaftliche Pressemeldungen, die vom Aktivieren, Löschen und Überschreiben des Schmerzgedächtnisses handeln.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzgedächtnis

Einteilung nach ursächlichen Faktoren:

Nozizeptiver Schmerz

"Ursache des Schmerzerlebnisses sind schädigende Einflüsse auf Nozizeptoren in Haut und Körpergewebe, Muskeln und Gelenken sowie in Eingeweiden. Periphere und zentrale neuronale Strukturen bleiben dabei intakt, werden bei längerer Dauer jedoch - überwiegend reversibel - sensibilisiert. Verschwindet die Schädigung, ist im Allgemeinen mit einer Restitution zu rechnen, sofern nicht psychische Komorbiditätsfaktoren ... für eine Aufrechterhaltung der Symptomatik sorgen."  Widder - Begutachtung in der Neurologie

Nozizeptor http://de.wikipedia.org/wiki/Nozizeptor

Neuropathische Schmerzen:

Die Ursache von neuropathischen Schmerzen ist eine Schädigung oder Kompression des peripheren oder zentralen (Rückenmark, Gehirn) Nervensystems. Dazu gehören z. B. Schmerzen durch Amputation (Phantomschmerzen), Querschnittlähmung, virale Infektionskrankheiten oder Polyneuropathie. Je nach Charakter können neuropathische Schmerzen in neuralgiform (anfallsartig, einschießend) oder kausalgiform (brennend, dumpf) unterschieden werden. Zu den neuropathischen Schmerzen gehören die evozierten Schmerzen sowie der Deafferenzierungsschmerz.

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-114.html" AWMF-Leitlinie

Diagnostik neuropathischer Schmerzen 

Schmerz bei Gewebeschädigung mit psychischer Komorbidität:

zum Beispiel Lumboischialgie mit Nervenwurzelkompression, verschlimmert durch Komorbidität zum Beispiel mit inadäquater Krankheitsbewältigung, bei Angststörung, depressiver Störung, Suchterkrankung, Persönlichkeitsstörung u. a.
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/094-003.html

Schmerz als Leitsymptom einer psychischen Erkrankung

Schmerz bei primär psychischen Erkrankungen, z.B. depressive Störungen, Angststörungen, somatoforme Störungen, Anpassungsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen, im Einzelfall auch psychotische Störungen.

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/094-003.html

 

 

 

Chronischer Schmerz und die gesetzliche Unfallversicherung

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