Schmerz - Begriffsdefinitionen


Definition des Schmerzes -International Association for the Study of Pain:

 „Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder potenzieller Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache." 

Akuter und chronischer Schmerz

Akute Schmerzen haben eine Schutz- und Warnfunktion. Durch Erscheinungsform und Lokalisation geben sie einen Hinweis auf die Krankheits- oder Verletzungsursache. Deshalb führt gezielte Behandlung der Ursache zum Nachlassen und Verschwinden der Schmerzen. Für die Zeitdauer akuter Schmerzen gibt es Erfahrungswerte.

Chronischer Schmerz überdauert diesen zu erwartenden Zeitraum, in dem normalerweise eine Heilung stattfindet. Für das Überdauern der Schmerzen kann es mehrere ursächliche und anhaltende Faktoren geben; es kommen somatische, psychische und soziale Faktoren in Frage.

Leitlinie Chronischer Schmerz http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-036.html

Schmerzgedächtnis

Bei meinen Recherchen habe ich keine überzeugenden Quellen gefunden, die diesen Begriff wissenschaftlich bzw. biologisch erklären. Aber viele trivialwissenschaftliche Pressemeldungen, die vom Aktivieren, Löschen und Überschreiben des Schmerzgedächtnisses handeln.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzgedächtnis

Einteilung nach ursächlichen Faktoren:

Nozizeptiver Schmerz

"Ursache des Schmerzerlebnisses sind schädigende Einflüsse auf Nozizeptoren in Haut und Körpergewebe, Muskeln und Gelenken sowie in Eingeweiden. Periphere und zentrale neuronale Strukturen bleiben dabei intakt, werden bei längerer Dauer jedoch - überwiegend reversibel - sensibilisiert. Verschwindet die Schädigung, ist im Allgemeinen mit einer Restitution zu rechnen, sofern nicht psychische Komorbiditätsfaktoren ... für eine Aufrechterhaltung der Symptomatik sorgen."  Widder - Begutachtung in der Neurologie

Nozizeptor http://de.wikipedia.org/wiki/Nozizeptor

Neuropathische Schmerzen:

Die Ursache che von neuropathischen Schmerzen ist eine Schädigung oder Kompression des peripheren oder zentralen (Rückenmark, Gehirn) Nervensystems. Dazu gehören z. B. Schmerzen durch Amputation (Phantomschmerzen), Querschnittlähmung, virale Infektionskrankheiten oder Polyneuropathie. Je nach Charakter können neuropathische Schmerzen in neuralgiform (anfallsartig, einschießend) oder kausalgiform (brennend, dumpf) unterschieden werden. Zu den neuropathischen Schmerzen gehören die evozierten Schmerzen sowie der Deafferenzierungsschmerz.

https://www.awmf.org AWMF-Leitlinie Diagnostik neuropathischer Schmerzen 

Schmerz bei Gewebeschädigung mit psychischer Komorbidität:

zum Beispiel Lumboischialgie mit Nervenwurzelkompression, verschlimmert durch Komorbidität zum Beispiel mit inadäquater Krankheitsbewältigung, bei Angststörung, depressiver Störung, Suchterkrankung, Persönlichkeitsstörung u. a.
https://www.awmf.org Leitlinie Schmerzbegutachtung 

Schmerz als Leitsymptom einer psychischen Erkrankung

Schmerz bei primär psychischen Erkrankungen, z.B. depressive Störungen, Angststörungen, somatoforme Störungen, Anpassungsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen, im Einzelfall auch psychotische Störungen.

https://www.awmf.org Leitlinie Schmerzbegutachtung 

 

Schmerzdiagnosen A bis Z


In Anlehnung an die us-amerikanische Website der Clevelandclinic

(englisch)

http://my.clevelandclinic.org/services/anesthesiology/pain-management/diseases-conditions

In vielen Fällen haben Schmerzen eine körperliche Ursache, die genau bestimmt werden muss, um alle Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

 

 

Schmerzursachen

Achillodynie M76.6 - entzündliche Achillessehnenerkrankung
Akuter Rückenschmerz
Adhäsive Kapsulitis - frozen shoulder M75.0 - verklebende Schultergelenk-Kapselentzündung und Schultersteife
Ankylosierende Spondylitis Spondylitis ankylosans M45 - entzündliche Erkrankung mit Versteifung von Gelenken.
Arthritis - Gelenkentzündung 
Arterielle Verschlusskrankheit I73.9 Durchblutungsstörungen der Extremitäten infolge Arterienverkalkung 
 
B
Bandscheibenvorfall
Bannwarth-Syndrom (Borrelien-Infektion) 
Brachialgie - G54.0 - Armschmerz infolge Reizung des Plexusnervs
Brandverletzungen T20
Bursitis Schleimbeutelentzündung
Bauchschmerzen - R10.4
 
C
Cancerogener Schmerz  Schmerzen bei Krebserkrankungen
Carpal Tunnel Syndrom Karpaltunnelsyndrom M56.0
Cervical Spondylosis M47 - Verschleißerkrankung der kleinen Zwischengelenke
Cervicobrachialgie M53.1
Chronische Rückenschmerzen
Chronische Schmerzen
Cluster Kopfschmerzen G44.0
Coccydynia Kogzygodynie M53.3
Complex Regional Pain Syndrome -CRPS - M89.09
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen - F45.41
Coxarthrose - M16.9 Hüftgelenksarthrose
 
D
Diabetische Neuropathie diabetische periphere Neuropathie
Dupuytren'scher Schmerz - Dupuytren‘ sche Erkrankung 
Dystonie - motorische Bewegungsstörungen
 
E
Endometriosis
Enthesiopathie - Erkrankung gelenknaher Sehnensatzpunkte
Epikondylitis - Tennisellenbogem, Golferellenbogen
Ellenbogen-Bursitis olecrani M70.2 - Entzündung des Ellenbogenschleimbeutels
 
F
Fibromyalgie 
Femoropatellares Schmerzsyndrom - Knieschmerz im Bereich zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen
 
G
Gleitwirbel - Spondylolisthesis
Gemischter Schmerz 
Gesichtsschmerz - ideopathischer
 Gürtelrose
 
H
Hexenschuss
Herpes Zoster
Hüftschmerz
 
I
Insertionstendopathie - Schmerzen durch Erkrankungen im Bereich von Sehnenansätzen
Interstitielle Cystitis - Blasenschmerzsyndrom
Ischialgie - Schmerz infolge einer Reizung des Ischiasnervs
 
K
Kalkschulter
Karpaltunnelsyndrom
Kopfschmerz - arzneimittelinduziert G44.4
Kopfschmerz - Cluster G44.0
Kreuzschmerz M54.5
Kniegelenksarthrose - M17.9
 
L
Lumbalkanal Stenose
Lumbago - Hexenschuss 
Lumboischialgie - M54.4
 
M
Medikamentenübergebrauch - medikamenteninduzierter Kopfschmerz G44.4
Metatarsalgie Schmerzen des Mittelfußes im zweiten bis fünften Strahl (Zehen und zugehörige Mittelfußknochen) 
Migräne mit Aura G43.1
Mixed Pain 
Morton Neuralgie G57-6
Muskuloskeletales Schmerzsyndrom - M79.19
Myofascial Pain Syndrome Myofasziales Schmerzsyndrom
Myalgie im Hals-/Nackenbereich M79.18
 
N
Neuropathischer Schmerz
Neuropathie - Peripher
Neuroborreliose
 
O
Odontalgie - (atypischer) Zahnschmerz
Osteoarthritis Pain
Osteoprose
 
P
Periphere Neuropathie
Piriformis-Syndrom
Plexusneuralgie
Polymyalgia rheumatica
Phantomschmerz - G54.6
Postnukleotomie-Syndrom
Pseudoradikuläre Schmerzen
 
R
Radikulopathie
Rückenschule
Rückenschmerz
Rheumatoide Arthritis
 
S
Schnellender Finger
Schulter-Arm--Syndrom
Schulterimpingement
Spastik
Spinalstenose - Verengung des Wirbelkanals
Spondylitis
Steißbeinschmerz
Somatoforme Störung Info der Uni Mainz http://www.psychotherapie-mainz.de/
Somatoforme Schmerzstörung
Spannungskopfschmerz G44.2
Spondylitis mit Radikulopathie M47.26
 
T
Tailbone Pain
Tendopathie
Tendinitis - Sehnenentzündung
Tennisarm
Thoracic-outlet-SyndromThoracic-outlet-Syndrom 
Trigeminusneuralgie - G50.0
 Tumorbedingte Schmerzen
 
V
Verbrennungen T20
 
W
Wirbelfrakturen
Wurzelkompressionssyndrom - M54.2
Z
Zentraler Schmerz nach Schlaganfall
 Zosterneuralgie - G53.0

 

Schmerzdiagnosen - ICD 11

 

MG30.02 Chronic primary musculoskeletal pain

https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http://id.who.int/icd/entity/1236923870

 

Stichworte:  chronischer primärer musculoskeletaler Schmerz -  in den Muskeln, Knochen, Gelenken oder Bändern -  signifikanter emotionaler Stress ( Angst, Wut, Frustration oder depressive Stimmung ) -  oder funktionelle Einschränkung (der Aktivitäten des täglichen Lebens  oder der Teilhabefähigkeit in sozialen  Beziehungen) -  Multifaktoriell:  biologische, psychologische und soziale Faktoren  tragen zum  Schmerzsyndrom  bei – Diagnose ist angemessen, unabhängig von identifizierten biologischen oder psychologischen Faktoren, es sei denn eine andere Diagnose  umfasst die bestehenden Symptome besser –  andere chronische musculoskeletale Schmerzdiagnosen, die zu erwägen sind,  siehe unter chronischer sekundärer musculoskeletaler Schmerz.

 Ohne Gewähr 

 

8E43.0 Neuropathic pain

https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/http://id.who.int/icd/entity/1339785363

Stichworte:  Neuropathischer Schmerz wird beschrieben als ein elektrisierender, brennender oder einschießender Schmerz, verursacht durch metabolische, ernährungsbedingte, infektiöse , genetische, autoimmun- oder/und vaskuläre Prozesse.  Der Schmerz kann spontan auftreten, ohne äußere Provokation, oder provoziert werden durch  Noxen oder nichtschädliche Reize.  Der Schmerz ist charakteristisch für die Small Fibre Neuropathie, aber selbst bei der Large Fiber Neuropathie sollte eine ausreichende Zahl von Small Fibres geschädigt sein, um Schmerzen zu verursachen.  Neuropathischer Schmerz betrifft üblicherweise die körperferne Haut und subkutane Strukturen.  Der Schmerz kann dauerhaft bestehen oder wechselnd und kann geschrieben werden als brennen oder eiskalt.  Das komplexe regionale Schmerzsyndrom folgt einem Trauma und umfasst regionalen Schmerz, abnormale Temperatur- und Schweißaktivität, Hautverfärbungen und Ödeme. 

Ohne Gewähr

CRPS

komplexes regionales Schmerzsyndrom

 

AWMF-Leitlinie CRPS

Deutsche Gesellschaft für Neurologie dgn.org/leitlinien Leitlinie Diagnostik und Therapie komplexer regionaler Schmerzsyndrome
 

Aufsatz „Trauma mit Folgen: das komplexe regionale Schmerzsyndrom“

Dimova/Birklein in zkm Wissen 2019, 2; 48-52
(Refresher: aktuelle Empfehlungen zur Therapie) „Eine erfolgreiche Therapie motiviert die Patienten zum Selbstmanagement“

 

Kritische Anmerkung meinerseits aufgrund der Fallerfahrungen: Obwohl die maßgeblichen Leitlinien von Seiten des neurologischen Fachgebiets erstellt worden sind, wird oft bei der sogenannten multimodalen Therapie allein die anästhesiologische Klinik oder ein niedergelassener Schmerzmediziner, der aus dem gleichen Fachgebiet kommt, aktiv und die Neurologen bleiben außen vor. Ohne verhaltensmedizinische und schmerzpsychotherapeutische Therapie besteht ein großes Risiko aus dem Erwerbsleben und dem Alltagsleben zu fallen. Opioide werden mitunter verordnet, ohne die o. a. Leitlinien und die LONTS zu beachten. 
 
  

ICD 11 - Diagnosebeschreibung (englisch)

 

Urteil des Hessischen Landessozialgerichts zu den Diagnosekriterien des CRPS und der somatoformen Störung

  L 3 U 238/12   14.06.2016  

Aufsatz zur gutachterlichen Bewertung der Diagnostik und des Ursachenzusammenhangs:

Med Sach

 

AWMF-Leitlinie für die Schmerz-Begutachtung 

AWMF. ORG

Ein Blick in die USA

Informationen des National Institute of Neurogical Disorders and Stroke

 

Schmerzbehandlung


Blickwinkel

"Bei chronischen Schmerzen lässt man sich am besten vom Spezialisten behandeln.". Das glauben viele. Aber von welchem? Frei nach Ludolf von Krehl: Wer behandelt nicht Krankheiten, sondern kranke Menschen?

Abhängig von der körperlichen oder psychischen Schmerzursache, die erst einmal geklärt und behandelt sein will, bieten sich verschiedene medizinische Fachgebiete an.

Zuerst sollte die Schmerzursache sorgfältig abgeklärt sein. Zum Beispiel auf dem orthopädischen, unfallchirurgischen, neurologischen oder internistischen oder einem anderen Fachgebiet.

Begleitumstände sind zu berücksichtigen. 

Begleiterkrankungen chronischer Schmerzen sind mit zu behandeln. Das können etwaige vorbestehende psychische Erkrankungen, eine Suchterkrankung, die Folgen oder Nebenwirkungen einer medikamentösen Behandlung, Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen mit Krankheitswert sein.

Im zwischenmenschlichen Bereich führen chronische Schmerzen unter Umständen zum Rückzug aus dem Berufsleben und dem sozialen Leben mit der Gefahr der Vereinsamung.

Eine kompetente Rehabilitation setzt sich zum Ziel auch diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Mitunter reichen eben Injektionen, Tabletten und operative Eingriffe nicht aus.


Zu einer Chronifizierung tragen bei:

  • Unterschätzung und Unterbehandlung der Schmerzen
  • Fixierung auf die Ursachensuche mittels bildgebender Untersuchungen
  • Nichtberücksichtigung seelischer und stressbedingter Faktoren bzw. der psychosozialen Situation
  • häufiger Arztwechsel ohne gegenseitigen Informationsaustausch
  • unkontrollierte Selbstmedikation
  • ungenügende Aufklärung und Einbeziehung der Patienten über die Komplexität und die Notwendigkeit einer stringenten multimodalen Therapie
  • Resignation mit Flucht in die Passivität

 

Schmerzbehandlung - Neurologie


 

AWMF-Leitlinie Chronische neuropathische Schmerzen, Pharmakologische nicht interventionelle Therapie

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-114.html

 


AWMF-Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen - "LONTS"

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/145-003l_S3_LONTS_2015-01.pdf

Statement auf einer Website: "Schmerzen sind nach internationalem Konsens immer „neurologisch“ bedingt."


Interdisziplinäre Zentren z. B. 

https://www.uniklinik-ulm.de/neurologie/sprechstunden-ambulanzen/neurologische-schmerzsprechstunde.html

https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/universitaetscentren/usc/ambulanzen

 

Schmerzbehandlung - Neurochirurgie


Neurochirurgische Universitätskliniken

Jena http://www.neurochirurgie.uniklinikum-jena.de/Leistungen/Operationsverfahren/Fkt_+Neurochirurgie/Schmerz_Therapie-p-36.html

Kiel http://www.uksh.de/neurochirurgie-luebeck/Leistungsspektrum/Neurochirurgische+Schmerztherapie/%C3%9Cbersicht.html

Heidelberg http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Operative-Schmerztherapie-und-periphere-Nervenschaeden.138412.0.html

Tübingen http://www.neurochirurgie-tuebingen.de/website/index.php?article_id=151


TENS -

Transkutane elektrische Neurostimulation

Magnetfeldstimulation

Methode zur Schmerzlinderung durch Einwirkung starker Magnetfelder auf den betroffenen Wirbelsäulenabschnitt. 

Tiefe Hirnstimulation :

Einführen von einer oder mehrerer dünner Elektroden in zentrale Bereiche des Gehirns 

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Tiefe_Hirnstimulati

Nervenentlastende Eingriffe

z. B. bei Verwachsungen oder bei einem Nervenkompressionsyndrom

Rückenmarkstimulation (SCS):

Minimal-invasiv, Elektrode in das Rückenmark.

Periphere Nervenstimulation (PNS):

Minimal-invasiv, Elektrode am  Schmerz vermittelnden Nerv.

Tiefe Hirnstimulation (DBS):

 Elektroden in das Gehirn.

Motorkortexstimulation:

Elektroden auf die Gehirnoberfläche, die die Bewegung des schmerzhaften Körperteils steuert

Intrathekale Arzneimittelinfusion (Medikamentenpumpe):

programmierbare Medikamentenpumpe gibt Medikamente in den Flüssigkeitsraum um das Rückenmark ab.

Thermokoagulation:

Verödung der Schmerz vermittelnden Nerven und Nervenknoten mittels einer speziellen Hitzesonde

Mikrovaskuläre Dekompression (OP nach Janetta):

Mikrochirurgische Beseitigung krankhafter Kontaktstellen zwischen Blutgefäßen und Hirnnerven, die zu Nervenschmerzen und Krämpfen, vor allem im Gesichtsbereich, führen

 

Schmerzbehandlung - Psychosomatik

AWMF-Leitlinie

Nicht-spezifische, funktionelle und somatoforme Körperbeschwerden, Umgang mit Patienten http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-001.html


Psychosomatische und Psychiatrische Universitätskliniken

Tübingen https://www.medizin.uni-tuebingen.de/Patienten/...

Mainz https://www.unimedizin-mainz.de/ist/perspektiven/patientenversorgung.html

Beispiel für ein stationäres Behandlungsprogramm 

http://www.dbkg.de/ajax/pa_upload1/pdf/Reha_Chronische-Schmerzen_Fallbeispiel_Behandlung_DrBecker.pdfBehandlungsprogramm

"Je nach Krankheitsverlauf kommen die folgenden Therapiemodule: Entspannungstechniken ... Körperwahrnehmungsübungen • ...spezifisches Bewegungsprogramm.... • Optimierung der Medikamentierung • Akupunktur • Biofeedbackverfahren Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie Rehabilitation und Prävention • ... Gruppe zur Schmerzbewältigung: Gesprächsanalyse zu Ursachen und Schmerzentstehung, Teufelskreis des Schmerz, Chronifizierungsmechanismen • Analyse des individuellen Schmerzerlebens und der bisherigen Bewältigungsstrategien • Psychologische Schmerzbewältigung • Führen eines "positiven" Schmerztagebuchs • Videodarstellung (Schmerz: Chronik einer Erkrankung) • Erläuterung der Zusammenhänge von Stress und Schmerz sowie des bio-psycho-sozialen Schmerzentstehungsmodells • Imaginationsübungen innerhalb der geschlossenen Gruppe • Umsetzen des Gelernten in den Alltag in der Abschlussrunde Insgesamt ist das Schmerzbewältigungsseminar auf 12 Unterrichtseinheiten terminiert und nimmt einen Zeitraum von ca. 4 Wochen in Anspruch." Stand 12.4.2015

Schmerzbehandlung - Schmerzmedizin

Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V.

http://www.bv-schmerz.de/


Kassenärztliche Bundesvereinigung: Qualitätssicherung der Schmerzmedizin

http://www.kbv.de/html/themen_2853.php

Vereinbarung: http://www.kbv.de/media/sp/Schmerztherapie.pdf

Schmerzbehandlung - Psychotherapie


Schmerzpsychotherapie

Psychologische Schmerzpsychotherapeuten helfen den Betroffenen individuelle Methoden zu finden, mit denen die mit dem chronischen Schmerz zusammenhängenden Probleme besser bewältigt werden können.
 
  • Z. B. ein Bewegungsprogramm gegen eingeschränkte körperliche Aktivität
  • eine Tages- und Wochenroutine gegen mentale Passivität,
  • Problemlösungsstrategien gegen sorgenvolles und negatives Denken,
  • Ablenkungs- und Entspannungsstrategien,
  • Bewältigung von schlechter Stimmung,
  • Kontrolle des Essverhaltens und maßvolle Ernährung, ,
  • Wiederaufbau und Pflege sozialer Kontakte... .

Genauer:

  • Erlernen von günstigen Verhaltensweisen und Einstellungen gegenüber dem chronischen Schmerz. Aktivierung und Förderung der Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit. Überwindung von angstbesetztem Vermeidungsverhalten.
  • Kognitive Verhaltenstherapie hilft Patienten Fähigkeiten zu entwickeln, um mit dem chronischen Schmerz umzugehen.
  • Entspannungstraining hilft Stress zu reduzieren. Falscher Umgang mit Stress verschlimmert den Schmerz, Symptome von depressiven Störungen und Angst können zunehmen.
  • Sportliche Aktivität und Bewegung helfen gegen depressive Störungen und reduzieren die Schmerzen und bessern die körperliche Leistungsfähigkeit.
  • Auch die Familie sollte für den Umgang mit dem Schmerzpatienten geschult sein.

Deutsche Gesellschaft für psychologische Schmerztherapie und -forschung e. V.

Ausbildungsinhalte und Lernziele der Speziellen Schmerzpsychotherapie

http://www.dgpsf.de/

Liste von zugelassenen Schmerz psychotherapeuten

http://schmerzpsychotherapie.net/ 

Schmerzbehandlung - Verhaltensmedizin


Über verhaltenstherapeutische Behandlungsmethoden sollen 
  • Stressbewältigung,
  • Problemlösen,
  • Aufbau positiver Gedanken,
  • Erlernen sozialer Kompetenzen und Bewältigungsstrategien
gelernt werden.
 
Mit einem gestärkten Gefühl der Kompetenz und Selbsteffektivität soll die „Opferrolle“ verlassen und die Eigennitiative verbessert werden.
 
Weitere Ziele:
 
Klärung der Schmerzursache, Evaluation des Schmerzverhaltens, Erfassung von Symptom-verschiebungen, Therapieanpassungen, Physiotherapie, Medikamentöse Kontrollen (auch Abbau von unwirksamen Medikamenten), Früherfassung von Rückfallkonstellationen,
Unterstützung bei sozialmedizinischen Folgeproblemen,
Vernetzung der vor Ort behandelnden Ärzte.

Behandlungskonzepte

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Experten/infos_reha_einrichtungen/Rahmenkonzept_VOR.pdf?__blob=publicationFile&v=1

https://schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2009/02/schmerzexpress_ausgabe_7_verhaltensmedizin_2006.pdf

 

Schmerzbehandlung - Medikamente


 

AWMF-Leitlinie Chronische neuropathische Schmerzen, Pharmakologische nicht interventionelle Therapie

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-114.html


Analgeticum

http://de.wikipedia.org/wiki/Analgetikum


Nicht-Opioid-Analgeticum

http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtopioid-Analgetikum


Opioide

http://de.wikipedia.org/wiki/Opioide 

S3-Leitlinie Langzeitanwendung von Opioiden bei Nicht Tumor-bedingten Schmerzen -"LONTS" siehe AWMF online

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/145-003.html

Arzneimittelreport Barmer GEK - akdae


10 Punkte Vorsichtsmaßnahmen laut https://theacpa.org/ American Chronic Pain Association

Fentanyl

http://de.wikipedia.org/wiki/Fentanyl

Oxycodon

http://de.wikipedia.org/wiki/Oxycodon

"Hilli Billi Heroin":

http://en.m.wikipedia.org/wiki/Oxycodone#United_States

Tilidin

http://de.wikipedia.org/wiki/Tilidin

Tramadol

http://de.wikipedia.org/wiki/Tramadol

Hydromorphon

https://de.wikipedia.org/wiki/Hydromorphon

Opioidentzug

http://de.wikipedia.org/wiki/Opioidentzug

Andere

Gabapentin

Pregabalin

Amitriptylin

Cymbalta Duloxetin

Carbamazepin

Sucht und Abhängigkeit 

 Risikofaktoren:

vorbestehende Suchterkrankungen (Alkohol, Kettenrauchen, Schlafmittel, Schmerzmittel...)

bestehende psychische Erkrankungen wie depressive Störung, Angst- oder Panikstörung ...

Warnzeichen:

zwanghaftes Verlangen nach den Medikamenten

man kann nicht mehr aufhören

Dosissteigerung oder Einnahme, obwohl Schmerzreduktion nicht mehr erreicht wird

Kombination mit anderen Substanzen (Alkohol, Schlafmittel, Psychopharmaka)

=> unbedingt einen (anderen?) Arzt oder ein Kompetenzzentrum aufsuchen

 

DSM5 Kriterien laut Broschüre Medikamentenabhängigkeit der DHS für eine moderate oder schwere Substanzgebrauchsstörung:

 

  • wiederholter Konsum, sodass wichtige Verpflichtungen in der Arbeit, in der Schule oder zu Hause vernachlässigt werden;

  • wiederholter Konsum in Situationen, in denen es auf Grund des Konsums zu einer körperlichen Gefährdung kommen kann;

  • wiederholter Konsum trotz ständiger oder wiederholter sozialer oder zwischen- menschlicher Probleme;

  • Toleranzentwicklung, gekennzeichnet durch Dosissteigerung oder verminderte Wirkung;

  •  Entzugssymptome oder Substanzkonsum, um Entzugssymptome zu vermeiden;

  •  längerer Konsum oder in größerer Menge als geplant (Kontrollverlust);

  •  anhaltender Kontrollwunsch oder erfolglose Versuche der Kontrolle;

  •  hoher Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von der Wirkung des Konsums zu erholen;

  •  Aufgabe oder Reduzierung von Aktivitäten zugunsten des Substanzkonsums;

  •  fortgesetzter Gebrauch, obwohl körperliche oder psychische Probleme

    bekannt sind;

  •  starkes Verlangen oder Drang, die Substanz zu konsumieren (Craving). 

Schmerz - Behandlungszentren der ges. UV

 

Behandlungszentren der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung


Schmerzrehabilitation des Unfallkrankenhauses Berlin

Multimodales Therapieprogramm, individuell angepasst, nachhaltige Strategien zur Schmerzbewältigung, interdisziplinär...

http://www.ukb.de/behandlungsspektrum/klinik-fuer-anaesthesiologie-intensiv-und-schmerzmedizin/schmerzmedizin/

http://www.ukb.de/behandlungsspektrum/klinik-fuer-anaesthesiologie-intensiv-und-schmerzmedizin/schmerzmedizin/sprechstunden/

http://www.ukb.de/reha-manager/zentrum-fuer-spezialisierte-rehabilitative-medizin/schmerz-rehabilitation/


Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Klinik Bergmannsheil Bochum (Anästhesie)

http://www.bergmannsheil.de/behandlungsspektrum/anaesthesie-intensivmedizin-palliativmedizin-schmerzmedizin/schmerzmedizin.html


Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg (Anästhesie)

http://www.bgu-duisburg.de/behandlungsspektrum/schmerzmedizin/


Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt (Anästhesie)

 http://www.bgu-frankfurt.de/behandlungsspektrum/anaesthesie-intensivmedizin-und-schmerztherapie/medizinisches-angebot/schmerztherapie/


Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Klinik Bergmannstrost Halle

http://www.bergmannstrost.de/behandlungsspektrum/schmerzmedizin/

Abgerufen 1.1.2016

".Dies wird gewährleistet durch die folgenden Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten:

  • unmittelbare postoperative schmerztherapeutische Betreuung
  • perioperativer Akutschmerzdienst
  • perioperative Schmerzkatheterbetreuung
  • multimodale, interdisziplinäre, ambulante und stationäre Diagnostik und Therapie verschiedener chronischer Schmerzarten
  • Konsiltätigkeit bei schmerztherapeutischen Problemfällen
  • Einsatz anästhesiologischer Schmerztherapieverfahren (Regionalanästhesietechniken, invasive und ganglionäre Sympathikusblockaden), rückenmarksnahe Stimulation, Pumpenimplantation und Schmerzpumpenbetreuung
  • Erkennen und interdisziplinäre Behandlung von Chronifizierungsmechanismen
  • Entzugsbehandlungen (kontrollierter Ausstieg aus Opiatdauermedikation)
  • alternative Heilverfahren (u.a. Akupunktur, Schöndorfstrom)
  • Feststellung von Arbeitsfähigkeit und Fahrtauglichkeit (DEKRA) unter Opioid-Dauermedikation
  • (Schmerz)-psychologische Patientenbetreuung durch die Abteilung für Medizinische Psychologie"

"


Schmerztherapie des Unfallkrankenhauses Hamburg

http://www.buk-hamburg.de/behandlungsspektrum/anaesthesie-intensiv-rettungs-und-schmerzmedizin/


Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen (Anästhesie)

http://www.bgu-ludwigshafen.de/unsere-klinik/anaesthesie-intensivmedizin-und-schmerztherapie.html


Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau (Anästhesie)

http://www.bgu-murnau.de/de/behandlungsspektrum/anaesthesie-intensivmedizin-schmerzmedizin/schmerzmedizin/

"...interdisziplinärer Therapieansatz:  Unfallchirurgie/Orthopädie, Neurochirurgie/Neurologie, Psychologie/Psychotherapie, Radiologie, Handchirurgie, physikalische Medizin, Physiotherapie, Ergotherapie mit den jeweiligen therapeutischen Schwerpunkten.
Behandlungsmethoden:
Medizinische Maßnahmen: Medikamentöse Schmerztherapie Interventionelle Schmerztherapie Lokalanästhesien zur Sicherung der Schmerzdiagnose Sympathikusblockaden diagnostisch oder auch therapeutisch (z.B. Stellatumblockaden) Facettengelenksinfiltrationen im Bereich der Wirbelsäule Implantation von Schmerzpumpen zur rückenmarksnahen Therapie Verfahren der elektrischen Rückenmarkstimulation (SCS) Entzugsbehandlungen Multimodale Therapieprogramme Psychologische Behandlung: Verhaltenstherapie und Informationen rund um den chronischen Schmerz Erlernen von Entspannungsverfahren (z.B. progressive Muskelrelaxation, autogenes Training) Training sozialer Kompetenz Biofeedback Bewältigung von Lebenskrisen im Zusammenhang mit dem chronischen Schmerz und Stressbewältigungstraining  Hypnosetherapie Andere Verfahren: Sozial- und Rentenberatung Verordnung von physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Maßnahmen Akupunkturbehandlung
In folgenden Fällen bietet sich eine Vorstellung in der Schmerzambulanz der BG-Unfallklinik Murnau an: Chronischer Schmerz ohne erkennbare Ursache Schmerz als Ursache für ein verzögertes Heilverfahren Vorliegen einer Schmerzkrankheit oder eines komplexen Schmerzsyndroms Langjähriger schmerzhafter Krankheitsverlauf Auswirkungen des Schmerzes auf den sozialen oder psychischen Lebensbereich
Die Schmerzambulanz ist für alle unfallversicherte Patienten und für privat versicherte Patienten zugänglich." Stand 08.04.2015


Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen (Anästhesie)

http://www.bgu-tuebingen.de/de/behandlungsspektrum/anaesthesie-intensivmedizin-und-schmerztherapie/schmerzmedizin/

"...hat die BG Klinik Tübingen ein spezielles Schmerzzentrum eingerichtet. Hier arbeiten schmerztherapeutisch ausgebildete Anästhesisten, Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und andere Fachgruppen interdisziplinär zusammen. Dabei werden alle bio-psycho-sozialen Aspekte berücksichtigt..."

Schmerz - Selbsthilfegruppen

 

ttp://www.schmerzliga.de/selbsthilfegruppen.html

Oft zeigt die Internetrecherche weitere Kontaktadressen zu lokalen Selbsthilfegruppen.

Schmerz und Schlaf

 

Bei schmerzbedingten Schlafstörungen könnte helfen:

  • Ab dem frühen Nachmittag kein Koffein
  • Weniger rauchen/damit aufhören
  • kein Alkohol 
  • kein Nachmittagsnickerchen
  • nur für den Nachtschlaf ins Bett
  • keine Action-/Gewaltfilme am Abend schauen
  • kein Smartphone/Tablet vor dem Schlafen gehen
  • disziplinierte zu Bettgeh-Routine einhalten
  • Meditations- und Entspannungsübungen
  • warme Milch
  • Schlafzimmertemperatur runter
  • bei emotionalem Stress sich ablenken (lesen , Hörbuch...)
  • Schlafmaske, falls es zu hell ist.

Schmerzbegutachtung

in der gesetzlichen Unfallversicherung

 

Rechtlicher Rahmen

Die Leistungspflicht ist streng daran geknüpft, dass

Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass bei der Klärung der Schmerzdiagnosen und der Schmerzrehabilitation meist das wichtigste medizinische Fachgebiet, nämlich das neurologische außen vor bleibt. Das führt unter Umständen zu Fehlbeurteilungen und nicht effizienten Behandlungen. Im schlimmsten Fall wird ein(e) psychisch erkrankte oder suchtkranke Person mit Opioiden - entgegen der LONTS behandelt oder ein Malingering wird nicht aufgedeckt. 

 

Bei der Begutachtung ist unbedingt die Leitlinie Ärztliche Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen („Leitlinie Schmerzbegutachtung“) zu beachten.

Es empfiehlt sich für den Unfallversicherungsträger, in komplexen Fällen einen erfahrenen Neurologen mit der Zusatzqualifikation spezielle Schmerztherapie zu Rate zu ziehen.

 


Schmerzrehabilitation


Aufgabe der gesetzlichen Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung hat die Aufgabe, bei Versicherten, die durch einen Arbeits- oder Wegeunfall oder eine Berufskrankheit Gesundheitsschäden erlitten haben,
  • die Gesundheitsschäden zu beseitigen oder zu bessern, eine Verschlimmerung zu verhüten oder deren Folgen zu mildern und eine zeitnahe und dauerhafte berufliche und soziale Wiedereingliederung sowie eine selbstbestimmte Lebensführung zu erreichen.
Das geschieht mittels Koordination und Vernetzung aller notwendigen Maßnahmen.
Hierbei arbeiten die Sachbearbeiter/innen und Rehaberaterinnen eng mit den Betroffenen und den Netzwerkpartnern zusammen.
 

Der Wiedereingliederung können bei chronifizierten Schmerzen entgegenstehen:

 
  • passives Patientenverhalten
  • passive Therapiekonzepte
  • psychosoziale Faktoren
  • Überdiagnostik
  • angesichts des objektiven Befundes schwer begründbare Krankschreibung
  • psychische Komorbidität, Angststörung, begleitende Depression, somatoforme Störung
  • frustrane Suche nach der "Ursache" => unnötige Mehrfachuntersuchungen => Greifen nach jedem Strohhalm => passive Behandlung => Verfestigung der Rolle als "Kranker"
  • Chronifizierung durch äußere Faktoren (Arbeitsplatzkonflikt, Über- bzw  Unterforderung...)
  • Festhalten am Ziel Heilung, obwohl es nicht realisierbar ist.
  • Regression, Verfestigung negativer Erwartungen, gerade bei funktionellen Schmerzen
  • Zuwendungserwartungen (Rente, Sozialleistungen)
  • "Behandlung" nur noch mittels BTM-Rezept
  •  Abhängigkeit und Sucht

Bei der Wiedereingliederung können bei chronifizierten Schmerzen helfen:

  • frühzeitige fachgerechte Diagnostik
  • frühzeitige Aufklärung über zu erwartenden "Nur Teiltherapieerfolg"
  • Hilfe zur Selbsthilfe und Patientenautonomie
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit, nicht nur Schmerzmedizin, sondern auch Verhaltensmedizin und Psychotherapie
  • Muskelkorsett aufbauen
  • Optimierung der Funktion/Ausrichtung der Reha am Ziel Funktionsgewinn Alltag/Beruf
  • Selbstmanagement und Coping => Stress-/ Schmerzbewältigung
  • Aktivierung und Beratung => Kraft und Ausdauertraining => Belastungserprobung ; Rehasport; körperliche und geistige Disziplin
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