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Posttraumatische Belastungsstörung nach ICD 11

abgerufen am 31.8.2018  unter https://icd.who

private Übersetzung für meine Zwecke

Eine posttraumatische Belastungsstörung ist ein Syndrom, das sich bei Menschen entwickelt, die einem extrem bedrohlichen oder schrecklichen Ereignis oder einer Serie solcher Ereignisse ausgesetzt waren, mit allen folgenden Charakteristika:

1) das traumatische Ereignis bzw die traumatischen Ereignisse werden in der Gegenwart wiedererlebt in Form von lebhaften und sich aufzwingenden Erinnerungen, flashbacks oder Albträumen, die typischerweise von starken und überwältigenden Emotionen begleitet werden wie Furcht, extreme Angst und starken körperlichen Empfindungen, oder dem Gefühl von den denselben intensiven Emotionen überwältigt oder erfasst zu sein, die während des traumatischen Ereignisses erlebt worden sind; 
2) Vermeiden von Gedanken und Erinnerungen an das bzw. die Ereignisse, oder Vermeiden von Aktivitäten, Situationen oder Menschen, die an das bzw. die Ereignisse erinnern;
3) das anhaltende Gefühl erhöhter aktueller Bedrohung, das sich zum Beispiel durch extreme Wachsamkeit oder eine verstärkte schreckhafte Reaktion auf Reize wie unerwarteter Lärm äußert.
 
Die Symptome müssen für mindestens einige Wochen anhalten und eine erhebliche Beeinträchtigung in persönlichen, familiären, sozialen, schulischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verursachen.
 
"ICD-11 (Mortality and Morbidity Statistics)

Last Update: Aug 30

Foundation Id : http://id.who.int/icd/entity/2070699808

6B40 Post traumatic stress disorder

ICD-10 : F43.1  

Description

Post-traumatic stress disorder (PTSD) is a syndrome that develops following exposure to an extremely threatening or horrific event or series of events that is characterized by all of the following:

1) re-experiencing the traumatic event or events in the present in the form of vivid intrusive memories, flashbacks, or nightmares, which are typically accompanied by strong and overwhelming emotions such as fear or horror and strong physical sensations, or feelings of being overwhelmed or immersed in the same intense emotions that were experienced during the traumatic event;

2) avoidance of thoughts and memories of the event or events, or avoidance of activities, situations, or people reminiscent of the event or events; and

3) persistent perceptions of heightened current threat, for example as indicated by hypervigilance or an enhanced startle reaction to stimuli such as unexpected noises.

The symptoms must persist for at least several weeks and cause significant impairment in personal, family, social, educational, occupational or other important areas of functioning."

 

nächstes Thema: Posttraumatische Belastungsstörung nach DSM 5

Psychische Belastungen und Störungen in der gesetzlichen UV

 

Kapitelübersicht

Um welche Belastungen geht es?

 

Typische Psychische Belastungen im Beruf und der Arbeitsunfall. 

Typische Extrem- oder Gewaltsituationen, die zu psychischen Gesundheitsschäden führen können:

  • Miterleben eines Schul-Amoklaufs oder einer Geiselnahme oder als Zeuge/Helfer nach einem katastrophalen Geschehen
  • als Opfer eines Raubüberfalls in einer Bank, in einer Spielhalle, im Laden oder im eigenen Taxi
  • als Opfer eines Gewaltübergriffes bei der Arbeit als Schaffner, Busfahrer, Sicherheitspersonal, Krankenschwester...
  • als beteiligter Fahrer eines Zuges oder eines Lkws bei einem Unfall mit schwerer Verletzung oder Todesfolge anderer
  • als Opfer einer Vergewaltigung auf dem Heimweg von der Arbeit oder nachts beim Zeitungzustellen oder als Aufsichtsperson...

Mehr über psychischen Belastungen  

Wann ist man psychisch krank?

Wie wird psychisch krank definiert?

Unfallverletzte und Opfer von Gewalt suchen zunehmend nach geeigneten Psychotherapeuten für psychische Belastungssymptome. Fehltage aufgrund von Arbeitsunfähigkeit und der Wunsch nach Berentung aufgrund psychischer Störungen nehmen deutlich zu.

Mehr - psychisch krank?

Psychische Traumen

Wie wird ein psychisches Trauma definiert?

In der gesetzlichen Unfallversicherung gelten dafür rechtliche und medizinische Maßstäbe. Höchstrichterliche Rechtsprechung und ein möglichst breit gestützter aktueller wissenschaftlicher Kenntnistand über einzelne Krankheiten und deren Ursachen stellen die rechtliche Gleichbehandlung der Menschen sicher. Deshalb kommt es auf internationale wissenschaftlich anerkannte Diagnosemanuale an. 

 

Definition des Gesundheitsschadens

Wie definiert die Rechtsprechung die Rechtsbegriffe

Gesundheitschaden bzw. 

Gesundheitserstschaden ?

Unfälle sind  zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen ( § 8 SGB VII). Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach den §§ 2, 3 oder 6 SGB VII begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit). Auch psychische Erkrankungen können Folgen eines Arbeitsunfalls sein. Sie müssen aber klar bestimmbar sein und zeitlich, objektiv und wesentlich mit dem Arbeitsunfall zusammenhängen. 

Mehr über die Gesundheitsschäden

Ähnliche Symptome, aber andere Ursache

Etliche der relevanten Diagnosedefinitionen überschneiden sich, was die einzelnen Symptome angeht. Genaue Diagnostik ist daher notwendig, um z. B. zu klären, ob sich eine posttraumatische Belastungsstörung zurückgebildet hat und stattdessen ein anderes Krankheitsbild vorliegt. Das gelingt nicht nicht allen Therapeuten. Für die Patienten ist die richtige Diagnose aber wichtig, damit der evidenzbasierte Therapiepfad eingeschlagen wird. 

Was bedeutet Verschiebung der Wesensgrundlage?

 

Akute Belastungsreaktion

Nach extrem bedrohlichen oder schrecklichen Ereignissen (z.B. Naturkatastrophen oder von Menschen verursachte Katastrophen, körperliche Gewalt, schwere Unfälle, sexuelle Gewalt, schwerer Körperverletzung) kommt es unmittelbar zu einer Stressbelastung mit typischen Symptomen.

Mehr zur akuten Belastungsreaktion

 

Posttraumatische Belastungsstörung

Welche Traumata und Symptome werden für eine Posttraumatische Belastungsstörung

nach dem  ICD 10,

dem ICD 11 

bzw. dem  DSM 5 vorausgesetzt?

Nicht jede psychische Belastung erfüllt die Voraussetzungen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Es gibt außer dieser Diagnose zahlreiche andere psychiatrische Diagnosen bzw Krankheitsbilder. Oft sind die Faktoren für die Entstehung wissenschaftlich noch nicht hinreichend geklärt. Eine psychische Erkrankung kann bislang nur im Versicherungsfall Arbeitsunfall entschädigt werden. Bisher wurde keine psychische Berufskrankheit in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. 

 

Anpassungsstörung

Psychische Störungen ohne "massives Trauma"

- die Anpassungsstörung

identifizierbare psychosoziale Stressoren wie z. B. Krankheit, Behinderung, sozialökonomische Probleme, Konflikte im häuslichen oder beruflichen Umfeld bewirken vorübergehend Sorgen und Grübeln und weiteres...

Welche Belastungen  und Symptome werden dafür

nach ICD 10,

ICD 11

und DSM 5 vorausgesetzt?

 

Wie hilft die gesetzliche Unfallversicherung? 

Gefährdungsbeurteilung

Analyse der Faktoren für psychische Belastungen wie atypische Arbeitszeiten, hoher Arbeitsdruck und Arbeitsverdichtung, Kommunikation usw.

Akutintervention nach traumatischen Ereignissen

Psychotherapeutenverfahren

 

 

Freiburger Arbeitsunfallstudie

 

Kritische Begriffe

Krankheitsgewinn

Agoraphobie

 

Depression

 

Burn out

 

Dissoziative Störung

 

Mobbing

Somatoforme Störung

Somatoforme Schmerzstörung

 

  

Glossar zur gesetzlichen Unfallversicherung

Sie suchen kurze Erläuterungen der Fachbegriffe? Das Glossar (von A bis Z) führt Sie zur gesetzlichen bzw. von der Rechtsprechung geschaffenen Definition. Bitte beachten Sie die Hinweise im Impressum.
 
Eine Rechtsberatung kann und will ich nicht leisten. 
 
 
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