Somatoforme Störung

AWMF-Leitlinie Funktionelle Körperbeschwerden
AWMF
AWMF-Leitlinie Begutachtung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen
AWMF
Durch das DSM5 © neu eingeführte Diagnose:
Somatische Belastungsstörung - (meiner Meinung nach falsch übersetzt, wörtliche Übersetzung Somatische Symptom-Störung).
(ICD-Code: F45.1) unautorisierte Umschreibung:
Körperliche Symptome, die durch die körperlichen Befunde nicht oder nicht hinreichend erklärt werden können, mit erheblichen Einschränkungen 
infolge exzessiver Gedanken/Gesundheitssorgen/Ängste wegen der Symptome.
Mehr dazu z. B.
cleveland-clinic

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Das Referenzwerk:

Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM-5®: Deutsche Ausgabe herausgegeben von P. Falkai und H.-U. Wittchen, ... W. Maier, W. Rief, H. Saß und M. Zaudig


 

Aus der überholten Leitlinie Somatoforme Störungen (AWMF-Leitlinien-Register      Nr. 051/006 - zur ICD-10  F45.4:

 
"Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ASS) liegt nach ICD-10 vor, wenn ein Patient über Monate hin anhaltend über schwere und quälende Schmerzen klagt, für deren Erklärung adäquat durchgeführte somatische Untersuchungen keinen ausreichenden Anhalt ergeben und wenn emotionale und psychosoziale Belastungsfaktoren als ursächlich angesehen werden müssen. Als Kriterium für Chronizität gilt nach den Forschungskriterien, daß die Schmerzsymptomatik länger als 6 Monate bestanden haben muss".

Entscheidungen dazu:

LSG FSB Urteil - 26.03.2008 - L 2 U 26/07 (rechtskräftig - Bundessozialgericht B 2 U 136/08 B):
 
"... Ergänzend ist noch darauf hinzuweisen, dass der vom Senat zum ärztlichen Sachverständigen ernannte Orthopäde
Dr. F. die Beurteilung durch den ärztlichen Sachverständigen Dr. K. bestätigt hat. Wie sich auch aus den
zahlreichen weiteren Gutachten und ärztlichen Berichten ergibt, hat der Unfall vom 8. Juni 1999 keine
schwerwiegenden Folgen hinterlassen. Die Prellung der Weichteile des Kniegelenks kann nach
medizinisch-wissenschaftlichem Kenntnisstand einen Dauerschaden des Ausmaßes, wie ihn die Klägerin schildert,
nicht hinterlassen. Dies haben Dr. K. , Prof. H. , Dr. L. , Dr. K. , Dr. K. und Dr. F. überzeugend dargelegt.
Die chronifizierten Beschwerden sind als psychische Störungen im Rahmen einer neurotischen Entwicklung zu
sehen. Der Unfall hat nicht ursächlich zu einer psychischen Fehlverarbeitung vom Krankheitswert geführt. Die
Lebensgeschichte der Klägerin zeigt belastende Faktoren, wie die Krankheit der allein erziehenden Mutter und
Eheprobleme sowie eine kontinuierliche Krankheitsentwicklung. Die Klägerin litt schon vor dem Unfall an
funktionellen, d.h. psychogen verstärkten körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Migräne, wie Dr. B.
im Gutachten vom 5. März 2007 ausführt. Diese Disposition gehört zu ihrer unfallunabhängigen Persönlichkeit.
Zwar ist erst mit dem Unfallereignis eine besondere Entwicklung in Gang gekommen. Hier handelt es sich aber um
ein Syndrom, das in keiner Beziehung zur Schwere des auslösenden Unfallereignisses steht. Dieses hat bei der
Klägerin eine vorliegende Schwäche getroffen, aber nicht wesentlich zu dem jetzigen Krankheitsbild geführt. Hier
sind die früheren Belastungen im Zusammenhang mit einer angeborenen Disposition ursächlich. Der Unfall ist als
Auslöser und nicht als Ursache der Symptomatik zu sehen. Im Fall der Klägerin ist gerade das Missverhältnis
zwischen dem Trauma und seinen Folgen bemerkenswert...."

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Kognitive Verhaltenstherapie bei medizinisch unerklärten Körperbeschwerden und somatoformen Störungen (Psychotherapie: Manuale)

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